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KMOB kriegt kalte Füße

Wir haben es wieder geschafft! Die Nazis sind wieder einmal nicht gelaufen. Das Bündnis „Brandenburg Nazifrei“ hat es in den letzten Wochen geschafft, dass sich viele verschiedene Menschen zusammen gegen Neonazis und ihre Ideologie(n) positionieren, sich gegen Rassismus, Faschismus und Antisemitismus stark machen und für ein tolerantes und buntes Brandenburg einsetzen. Und dies auch klar und deutlich auf der Kundgebeung heute am Bahnhofsvorplatz mitgeteilt haben.

Heute früh um 9:00 Uhr erreichte uns die Nachricht, dass die „Kameradschaft Märkisch Oder Barnim“ ihren Aufmarsch gestern Mittag per Telefon beim Ordnungsamt abgesagt hat. Dies ist ein riesengroßer Erfolg, der ohne das breit gefächerte Engagement und den offensiven Umgang mit dem Thema Neonazis und kameradschaftliche Strukturen in Brandenburg nicht möglich gewesen wäre. Das kann nur eins bedeuten: die KMOB hat angesichts der erfolgreichen Blockade in Bernau kalte Füße bekommen

Darum danken wir allen Beteiligten, die in irgendeiner Form für die Blockaden mobilisiert, Redebeiträge und Kulturprogramm im weitesten Sinne organisiert, Gespräche mit der Stadt geführt haben etc. Insbesondere gilt unser Dank auch der Hochschulleitung und den Campusfestorganisator_innen, die sich in letzten Tagen sehr stark gemacht haben in der Öffentlichkeit: für das Bündnis, für die Blockaden und gegen neonazistische Volldeppen.

Auf ein Neues in Bad Freienwalde. Denn auch am 12.6.2010 heißt es wieder: Stopp den Nazi!

Video Bernau 29.Mai

Veranstaltung im Studiclub Eberswalde

Infoabend
NAZIS in Barnim und Brandenburg

Ein Referent des Apabiz e.V. zeigt aktuelle Entwicklungen der Nazi-Szene in Barnim und Brandenburg auf. Des Weiteren gibt es nähere Infos zu den Aktionen gegen die geplanten Demonstrationen der neoazistischen Kameradschaft „Märkisch Oder Barnim“ (KMOB), z.B. am 29.5. in Bernau und am 5.Juni, der Tag des Campus- und Stadtfestes in Eberswalde.

www.brandenburg-nazifrei.de

25.5.2010
18:00 Uhr
Studiclub Eberswalde (Schicklerstraße 1)

veranstaltet vom AK Antifa/Antira der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde,
vom Linken Aktionsbündnis Eberswalde
und vom Jugendbündnis „Für ein tolerantes Eberswalde“ (F.E.T.E.)

Brandenburg Nazifrei

Der AK ist aktiv beim Bündnis „Brandenburg Nazifrei“. Hier der Aufruf:

Brandenburg Nazifrei

Kein Ort für rechte Propaganda

Zwischen dem 29. Mai und dem 10. Juli will die neonazistische „Kameradschaft Märkisch Oder Barnim“ (KMOB) im Nordosten Brandenburgs demonstrieren. Wir nehmen nicht hin, dass Nazis ihre populistische und menschenverachtende Propaganda in unseren Städten verbreiten. Gemeinsam werden wir uns den Demonstrationen der KMOB entgegenstellen und dafür sorgen, dass Bernau, Eberswalde, Bad Freienwalde, Strausberg, Joachimsthal, Biesenthal und Manschnow keine Orte für rechtsradikale Aufmärsche werden.

Wir sind ein vielfältiges Bündnis aus lokalen Vereinen und landesweiten Verbänden, antifaschistischen Gruppen, Parteien, Gewerkschaften, Jugend-und Studierendeninitiativen, Kirchengemeinden und vielen weiteren engagierten Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Mit unseren Aktionen wollen wir deutlich zum Ausdruck bringen: Wir sind die demokratische, antifaschistische Mehrheit. Ob auf der Straße, dem Schulhof oder im Verein: Wir treten Nazis und rechter Ideologie offensiv entgegen.

In Dresden, Halbe, Jena, in Lübeck und in Berlin haben Bürgerinnen und Bürger durch organisierte Menschenblockaden verhindert, dass Neonazis durch ihre Städte laufen. Auch wir werden nicht zulassen, dass Rechtsradikale in unseren Orten marschieren. Um dies zu verhindern, werden wir uns gegenseitig unterstützen und den Nazis an jedem Ort die Straße nehmen: Durch Straßenfeste, Musikperformance oder kreative Aktionen des zivilen Ungehorsams.

Uns vereint der Konsens von Dresden.

Unser Ziel, den Nazis entgegenzutreten, eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, die Naziaufmärsche verhindern zu wollen!

Wir bitten alle demokratischen Bürgerinnen und Bürger, mit uns auf die Straße zu gehen. Nur gemeinsam verhindern wir, dass Nazis Fuß fassen können. Ob in Bernau, Eberswalde, Bad Freienwalde, Strausberg, Joachimsthal, Biesenthal oder Manschnow: Kein Ort für rechtsradikale Propaganda!

Bündnis Brandenburg Nazifrei,
8. Mai 2010

www.brandenburg-nazifrei.de