Archiv der Kategorie 'Antisemitismus'

„Kryptoasylanten“

In „Denunzieren, was deutsch ist“ zeigt der Blog Cosmoproletarian Solidarity die Folgen der Abschottungspolitik Europas, was Oskar Lafontaine dazu sagt und stellt die berechtigte Frage, wieso eigentlich „von den griechischen Häfen keine Solidaritätsflottillen ab[legen], um Flüchtlinge zu retten und die Grenzschergen zu düpieren“.

It’s time to stop demonizing Israel

Ein lesenwerter Kommentar vom französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy zur derzeitigen vorhersehbaren, weltweiten Empörung, über die Aufrechterhaltung der Blockade von Gaza, der u.a. an folgendes erinnert:

We mustn’t tire of reminding others: the blockade concerns only arms and the material needed to manufacture them. It does not prevent the daily arrival, via Israel, of between 100 and 120 trucks laden with foodstuffs, medical supplies and humanitarian goods of every kind. Humanity is not “in danger” in Gaza, and it is a lie to state that people are “dying of hunger” in the streets of Gaza City.

It is debatable whether or not a military blockade is the right course of action to weaken and, one day, bring down the fascislamist government of Ismail Haniyeh. But it is an indisputable fact that the Israelis who man the checkpoints between the territories night and day are the first to make the elementary but essential distinction between the regime ‏(that they seek to isolate‏) and the population ‏(which they are careful not to confuse with the regime, and in particular not to penalize as, once again, aid has never stopped passing into Gaza‏).
(…)
One last word. For a man like me, someone who takes pride in having helped to conceive, with others, this kind of symbolic action ‏(the boat for Vietnam; the march for the survival of Cambodia in 1979; various and sundry anti-totalitarian boycotts and, more recently, the deliberate violation of the Sudan border to break the blockade hiding the perpetration of massacres in Darfur‏) − in other words, for a militant of humanitarian interference and all the media fuss that goes with it, this pathetic saga has something of a caricature to it, a gloomy grimace of destiny.

Wen die rechtliche Seite der Militär-Aktion interessiert, kann hier näheres dazu lesen.

In diesem Zusammenhang sei dazu aufgerufen, sich an der Kundgebung vor der Parteizentrale der „Linken“ zu beteiligen:

Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas!

Solidarität mit Israel!

Kundgebung vor dem Karl-Liebknecht-Haus

Samstag, 12. Juni 2010, 13 Uhr

Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin-Mitte

Es ist so ermüdend

Erdogan und Ahmadinejad sind einer Meinung wenn es (um die Abschaffung von) Israel geht

Teile der deutschen „Linken“ schaffen es mal wieder, sich ordnungsgemäß von Neonazis in den eigenen Reihen/Demos zu distanzieren, um sich anschließend auf die Seite von Antisemit_innen zu schlagen bzw. selbst ein Teil des „Kindermörder Israel“ skandierenden Mobs zu werden,die IDF mit der Wehrmacht gleichzusetzen, einseitig gegen „die israelischen Aggressoren“ zu hetzen und die Hamas ebenso einseitig als „legitimen palästinensischen Widerstand“ zu verharmlosen. Und sich damit, neben der Türkei u.a. auf die Seite vom faschistischen Regime im Iran zu stellen, das bei der Forderung nach der Abschaffung des„Juden unter den Staaten“ ganz vorne mit dabei ist, wie erst gestern das antiimperialistische Bollwerk, Mahmoud Ahmadinejad, höchstselbst bestätigte.

„Sobald ihr nicht den Palästinensern Ruhe gibt, geben wir euch keine Ruhe.“

Kurz nach dem 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und der Kapitulation Nazideutschlands wurde in der Nacht zum vergangenen Montag die Synagoge in Worms angezündet. Wieso sich Spiegel Online allerdings so sicher ist, dass es sich bei der klar antisemitischen Tat um eine mit „rechtsextremistischem“ Hintergrund handeln soll, ist mir ein Rätsel.
Es gibt schließlich genug selbsternannte „Linke“, die auch heute noch „Kauft nicht beim Juden!“ rufen, sich offen auf die Seite von Faschist_innen schlagen und bei der Forderung nach der Abschaffung aller Staaten am liebsten mit Israel anfangen würden.